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Dirk Tänzler vor der Titelseite der Sinus-Studie
Dirk Tänzler, damaliger BDKJ-Bundesvorsitzender

„Weil Jugendliche besser verstanden werden müssen, ist die Studie für unsere Gesellschaft von unschätzbarem Wert. Viele Jugendliche sehen sich unter einem enormen Druck, ihr Leben immer früher planen zu müssen. Jugendliche sollen sich ausprobieren, Fehler machen dürfen. Sie sollen nicht nur effizient und nützlich sein. Diese Studie ist ein Plädoyer dafür, Jugend, einfach jung sein zu lassen. Ein Großteil von ihnen verbindet mit dem Stichwort Glauben nicht unbedingt Religion und noch seltener Kirche. Wir müssen die christliche Botschaft noch stärker in die Sprache, die Bilder und die unterschiedlichen Lebenswelten Jugendlicher übersetzen.“

Zweite qualitative Studie zu Lebenswelten junger Menschen 

Mit dieser Jugendstudie wurde im März 2012 nach vier Jahren die zweite qualitative Studie zu Lebenswelten junger Menschen vorgelegt, die der BDKJ begleitet hat. Während die Studie im Jahr 2008 gemeinsam von BDKJ und Misereor  beim Sinus-Institut in Auftrag gegeben wurde, beteiligten sich diesmal noch vier weitere Institutionen und ermöglichten so ein noch breiteres Themenspektrum.

  • Deutsche Kinder- und Jugendstiftung 
  • Bundeszentrale für politische Bildung 
  • Bischöfliche Medienstiftung der Diözese Rottenburg-Stuttgart
  • Südwestrundfunk 
Sinus-Lebensweltmodelle

Jugendliche selbst zu Wort kommen lassen

Diese zweite qualitative Grundlagen-Studie spricht nicht über Jugendliche, sie lässt sie selbst zu Wort kommen. Einen direkteren und umfassenderen Einblick in ihre Lebenswelten gibt es nicht. Das unterscheidet die Sinus-Studie von allen andern. Deshalb hat sie insbesondere für die Jugendarbeit in Deutschland eine hohe Bedeutung.

Schon die Studie „Wie ticken Jugendliche?“ (2008) hat wertvolle Erkenntnisse gebracht. Nach vier Jahren und mit veränderten gesellschaftlichen Bedingungen schärft die neue Sinus-Jugendstudie den Fokus auch durch die Eingrenzung der Altersspanne und hilft, Jugendliche besser zu verstehen.