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Diözesanverband

Sternsinger - Staffelkronenübergabe

Der Segen ist ein wichtiges Zeichen für die Menschen

Der Segen, der um die Jahreswende von tausenden Sternsingerinnen und Sternsingern in die Häuser und Wohnungen gebracht wird, ist ein wichtiges Zeichen für Hoffnung, Zuversicht und Zusammenhalt. Und danach sehnen sich viele Menschen in unsicheren Zeiten besonders.

Bischof Dr. Voderholzer wird die diözesane Sternsingeraktion am 30. Dezember in Bodenmais eröffnen. Verantwortliche des Bischöflichen Jugendamtes, des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und der Fachstelle Weltkirche trafen sich am Mittwoch mit Vertretern der Pfarrei Mariä Himmelfahrt, um die Veranstaltung unter den besonderen Anforderungen zu planen.

„Mir blutet das Herz, wenn ich dran denke, dass wir es jetzt tatsächlich geschafft hätten, die bistumsweite Sternsingeraussendung in unsere Touristenhochburg Bodenmais zu holen, und dann fordert uns Corona so heraus!“, klagt Diakon Josef Schlecht. „Bürgermeister Joachim Haller und Tourismusreferent Marco Felgenhauer waren begeistert, alle Voraussetzungen bereits eingefädelt.“

Beim Eröffnungsgottesdienst werden diesmal leider nur etwa 100 Kinder und Jugendliche aus der Pfarreiengemeinschaft Bodenmais-Bodenmais und der Nachbarschaft die Sternsinger der Diözese Regensburg vertreten können. „Anschließend wird es eine stimmungsvolle Begegnung auf dem Marktplatz von Bodenmais geben“ schwärmt Pfarrer Alexander Kohl, „…freilich immer mit Abstand und entsprechend der dann gültigen Verordnungslage.“

„Als Zeichen der Verbindung werden wir an alle Sternsinger des Bistums, die nicht selbst teilnehmen dürfen, eine kleine Überraschung verschicken. Sie soll als Zeichen der Dankbarkeit den Einsatz für notleidende Kinder in der ganzen Welt würdigen und gleichzeitig an die besonderen Herausforderungen dieses Jahres erinnern“, verrät Winfried Brandmaier, Referent an der Fachstelle Ministranten.

Jugendpfarrer Christian Kalis brachte erstmals die „Staffelkronen“ mit: Sie werden von nun an das Ereignis in Bodenmais ankündigen und dann in einem Jahr an den nächsten Austragungsort weitergereicht. „Sternsinger wollen immer Begegnungen schaffen und den Segen ganz persönlich zu den Menschen bringen! Wir wissen um die Verantwortung, die wir dabei haben, speziell wenn es um den Besuch von älteren oder kranken Menschen geht, für die ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir den besonderen Herausforderungen mit guten Antworten begegnen werden. Und ich bin sicher, dass sich unsere engagierten Gruppen in den Pfarrgemeinden auch selbst mit viel Zuversicht und Kreativität an die Vorbereitung der Aktion Dreikönigssingen machen werden.“

Das Kindermissionswerk wird unter www.sternsinger.de/sternsingen/sternsingen-und-corona/ praktische Anleitungen, Tipps und Bausteine für eine gelingende Sternsingeraktion unter veränderten Bedingungen zur Verfügung stellen.

Ruth Aigner, die über die Fachstelle Weltkirche eng mit dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ zusammenarbeitet, berichtete, dass bei der letzten Aktion im Januar 2020 im Bistum Regensburg die enorme Summe von 2.222.587,63 € eingesammelt wurde. „Diese große Solidaritätsaktion wird sich 2021 besonders mit Arbeitssituationen und niedrigen Löhnen in Osteuropa auseinandersetzen. Sie zeigt auf, warum Eltern zum Arbeiten ihre Heimat verlassen, und was das für die Kinder bedeutet. Unter dem Motto ‚Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit‘ veranschaulicht die Aktion Dreikönigssingen, wie Projektpartner der Sternsinger Kinder ohne oder mit eingeschränkter elterlicher Fürsorge schützen und stärken.“

Christian Kalis und alle Kooperationspartner bei der ersten Staffelkronenübergabe.

Die Empfehlung des Kindermissionswerkes. (Foto: Kindermissionswerk)