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Diözesanverband

„Sexueller Missbrauch ist vor allem auch Missbrauch von Macht.“

Stellungnahme zur Studie zu sexuellem Missbrauch

Die von der Deutschen Bischofskonferenz in Auftrag gegebene Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige“ (MHG-Studie) wurde am 25. September 2018 veröffentlicht. Die damit bekanntgewordenen Ergebnisse machen uns als Dachverband der neun katholischen Jugendverbände im Bistum Regensburg sprachlos und erschüttern uns zutiefst.

Der BDKJ fordert seit langem und nachdrücklich den Abbau des hierarchisch-autoritären Systems der Kirche. In unseren Kreis- und Mitgliedsverbänden setzen wir auf demokratische Strukturen, in denen jede*r mitbestimmen kann und die Stimme jedes*r Einzelnen gehört wird. Auch Priestern und anderen pastoralen Mitarbeiter*innen, die unsere kirchlichen Jugendverbände seelsorgerlich begleiten, wird das Vertrauen in Wahlen ausgesprochen. Bei der Auswahl der in der kirchlichen Jugendarbeit haupt- und ehrenamtlich Tätigen wird ein strenger Maßstab angelegt. Für ihre Bereitschaft, die Arbeit der Jugendverbände zu begleiten, danken wir allen Mitarbeiter*innen ausdrücklich!

Es ist uns und unseren Mitgliedsverbänden sehr wichtig, Kinder stark zu machen und die Kinderrechte ernst zu nehmen. So wachsen Kinder mit dem Wissen auf, dass ihre Meinung wichtig ist und sie klar sagen dürfen, was sie wollen und was nicht. 

In der „Ordnung zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen ... im Bistum Regensburg“ sehen wir die sinnvolle Fortführung unserer langjährigen verbandlichen Bemühungen, Kindern und Jugendlichen zu helfen, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen und sie anderen zeigen zu können. Zu diesem Zweck hat der BDKJ Regensburg bereits 2011 eine „Arbeitshilfe für die Jugendarbeit zur Prävention sexualisierter Gewalt“ herausgegeben, die weiterhin zum Download zur Verfügung steht.

Die Empfehlungen des Forschungskonsortiums, „um Risikokonstellationen zu vermeiden bzw. so weit wie möglich zu minimieren“ begrüßen wir als erste mögliche Handlungsschritte und erwarten deren Umsetzung auch im Bistum Regensburg.*