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Eine restriktivere Flüchtlingspolitik ist nicht christlich

BDKJ kritisiert politische Äußerungen zur Einwanderung

Düsseldorf, 12. November. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) kritisiert die Äußerungen einiger verantwortlicher Christinnen und Christen in Politik und Gesellschaft, die die uneingeschränkte Aufnahme von Flüchtlingen als „nicht christlich" verurteilt hatten.

"Das entspricht nicht unserem Verständnis christlicher Grundwerte", erläutert die BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier. "Kein Mensch flüchtet freiwillig. Menschen, die vor Krieg und Vertreibung, Hunger und Gewalt fliehen, bei uns aufzunehmen ist unsere Pflicht als Christinnen und Christen", so Maier weiter.

Im Namen christlicher Werte eine restriktivere Flüchtlingspolitik zu fordern, schüre Ängste in der Bevölkerung und unterstütze den derzeitigen Rechtsruck in Deutschland. "Dem stellen wir uns als BDKJ entschieden entgegen. Viele jungen Menschen nehmen sich der gesellschaftlichen Herausforderung an und engagieren sich in unseren Verbänden im ganzen Land für Geflüchtete und treten so aus ihrem christlichen Verständnis heraus für eine gelingende Willkommenskultur ein", so die Bundesvorsitzende.

Autor: Theresa von Bischopink, BDKJ Bundesstelle/cs
Hände an einem Stacheldraht

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